Page 68 - Weihnachts-Kurier 2022
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dung führen können. Keime im Trinkwasser, das geht gar nicht. An sich ging es um eine einfache Sanierung. Der Gemeinderat hat sich für eine etappierte Vorgehensweise entschieden und liess zuerst den kleineren der beiden Be- hälter sanieren. Man wollte sicher sein, dass alles problem- los verläuft und Erfahrungen für die zweite Sanie- rungsetappe sammeln. Auch die Löschwasserreserve für die Feuerwehr war mit diesem Vorgehen sichergestellt. Leider bildeten sich beim Auftragen des neuen Belages immer wieder Hohlräume. Ein Zustand, welcher nicht belassen werden konnte und auch den ganzen Sanierungs- verlauf stark verzögerte. Schliesslich war eine Fachfirma nötig, um das Problem zu beheben; diese stand dann auch beim zweiten Behälter zur Verfügung. Trotz allem konnte letztlich im Jahr 2015 eine Baukostenabrechnung vorge- legt werden, deren Endsumme 10% unter dem bewillig- ten Kredit lag.
Neue Zweckbestimmung für das aus dem Jahr 1898 stammende Reservoir Chapf
Das Reservoir Chapf an der Kreuzung Halden-/Chapf- strasse wurde 1898, also in der Anfangszeit der Üdiker- Wasserversorgung, erstellt. Man fasste damals bereits aus den Gebieten Schwarzwies und Halden das Wasser der Quellen, die aus dem Molassesandstein austraten. Das Re- servoir Chapf umfasste von Beginn an zwei Wasser-Kam- mern mit je 100 m3 Fassungsvermögen, wobei eine Kam- mer als Löschwasserreserve reserviert war. 1943 wurde eine Erweiterung erstellt und 1988 die gesamte Anlage saniert.
Im Zusammenhang mit den Werkleitungserneuerungen im Jahr 2015 an der Allmendstrasse wurden die Verbrau- cher der Wasserversorgungszone Chapf an die Zone des Reservoirs Buechhoger angeschlossen. So gesehen entfiel die ursprüngliche Zweckbestimmung des Reservoirs
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